1. Hilfsmittel nur zu 80 % – und das mit Haken
Während viele Leistungen zu 100 % erstattet werden, liegt die Erstattung bei Hilfsmitteln bei maximal 80 %. Das Problem: Bei Kosten ab 1.000 Euro ist eine vorherige schriftliche Zusage des Versicherers erforderlich. Das bedeutet, du hast keine Rechtssicherheit, welches Hilfsmittel am Ende wirklich bewilligt wird. Bei teuren Anschaffungen wie Hörgeräten, Rollstühlen oder orthopädischen Einlagen können so schnell mehrere hundert Euro Eigenanteil auf dich zukommen.
2. Zahnstaffel bremst in den ersten Jahren
Zwar werden Zahnbehandlungen zu 100 % und Zahnersatz zu 90 % erstattet – aber nur innerhalb der sogenannten Zahnstaffel. Im ersten Jahr sind das gerade mal 1.000 Euro, im zweiten Jahr 2.000 Euro, im dritten Jahr 3.000 Euro. Eine Krone kann aber leicht 2.300 Euro kosten. Brauchst du in den ersten zwei Jahren teuren Zahnersatz, musst du aus eigener Tasche zuzahlen.
3. Psychotherapie bei Heilpraktikern nicht abgedeckt
Psychotherapie wird grundsätzlich zu 100 % übernommen – aber nicht bei Heilpraktikern. Suchst du also Unterstützung bei einem alternativen Therapeuten, greift diese Leistung nicht. Das kann besonders dann zum Problem werden, wenn du lange Wartezeiten bei approbierten Psychotherapeuten vermeiden möchtest.