27. November 2025 – Autor: Lukas Becker (PKV Experte)
Signal Iduna schließt PKV-Tarif: Warum Versicherte jetzt handeln sollten
Wenn dein Krankenversicherungstarif plötzlich geschlossen wird, solltest du hellhörig werden. Genau das passiert jetzt bei der Signal Iduna – und die Konsequenzen könnten teuer werden. Lukas Becker, Geschäftsführer der MeinMakler24, schlägt Alarm: Die Tarifreihe Exklusiv Plus wird 2026 dichtgemacht, die Beiträge steigen erneut massiv, und die Leistungen weisen erhebliche Lücken auf. Was das für Betroffene bedeutet und welche Fallstricke im Detail lauern, erfährst du hier.
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15 Prozent mehr und es geht weiter bergauf
Bereits 2025 erlebten Versicherte der Signal Iduna einen Schock: Die Beiträge stiegen um satte 15 Prozent. Ein 35-jähriger Angestellter zahlt nun monatlich 928 Euro – Tendenz weiter steigend. Für 2026 steht die nächste Anpassung an, und die ist alles andere als moderat. Doch das eigentliche Problem liegt tiefer: Die Tarifreihe Exklusiv Plus (0, 1, 2) wird geschlossen. Das heißt, Neukunden können diese Tarife künftig nicht mehr abschließen. Klingt erst mal harmlos? Ist es nicht. Denn wenn ein Tarif nach relativ kurzer Laufzeit geschlossen wird, deutet das auf interne Fehlsteuerungen und finanzielle Probleme hin. Bestehende Kunden bleiben zwar versichert, doch sie sitzen in einer Falle: Der Tarif altert, gesunde Versicherte wechseln zu stabileren Anbietern, und zurück bleiben vor allem kranke oder ältere Menschen, die nicht mehr wegkommen. Die Folge? Die Beiträge steigen weiter – oft dramatisch. Wenn du dir das Ganze lieber erklären lässt, statt alles zu lesen: In unserem YouTube-Video zum Signal Iduna Exklusive Plus 0 gehen wir alle wichtigen Punkte Schritt für Schritt durch. So bekommst du in wenigen Minuten ein klares Bild, was jetzt am besten zu tun ist.
Was ein geschlossener Tarif wirklich bedeutet
Ein geschlossener Tarif ist wie ein sinkender Tanker: Wer noch rausspringen kann, tut es. Wer bleibt, zahlt drauf. Denn die Versichertengemeinschaft schrumpft, während die Kosten pro Kopf steigen. Besonders kritisch wird es, wenn hauptsächlich kranke Versicherte übrig bleiben, die aufgrund ihres Gesundheitszustands nicht mehr wechseln können. Sie tragen dann die Hauptlast der steigenden Kosten – ein Teufelskreis, der sich selbst verstärkt. Becker warnt eindringlich: Solche Tarife verlieren langfristig an Attraktivität, die Beitragsstabilität bröckelt, und am Ende steht ein deutlicher Leistungsverlust. Wer jetzt noch gesund und wechselfähig ist, sollte die Situation genau analysieren und Alternativen prüfen.
Leistungslücken, die richtig wehtun
Ambulante Leistungen: Heilmittel und Psychotherapie mit Haken
Auf den ersten Blick wirkt der Tarif solide. Doch im Detail offenbaren sich erhebliche Schwächen. Besonders problematisch: die Deckung von Heilmitteln wie Logopädie, Ergotherapie oder Podologie. Hier erstattet die Signal Iduna nur 80 Prozent – und das auch nur, wenn die Behandlung auf einer veralteten, versicherereigenen Liste steht. Moderne oder innovative Therapieformen? Fehlanzeige. Der Versicherte bleibt auf den Kosten sitzen. Noch brisanter wird es bei der ambulanten Psychotherapie. Offiziell werden bis zu 50 Sitzungen zu 100 Prozent erstattet. Doch wer länger Unterstützung braucht, steht vor bürokratischen Hürden: Ab der 31. Sitzung muss jede weitere Behandlung vorab genehmigt werden – ein aufwendiger und belastender Prozess, der gerade in psychischen Krisensituationen fatal sein kann. Und nach 50 Sitzungen? Endet der Schutz faktisch. Die Formulierungen in den allgemeinen Vertragsbedingungen (AVB) sind laut Becker rechtlich unsauber und benachteiligen Verbraucher klar.
Zahnersatz: Teure Lücken im Lächeln
Auch beim Zahnersatz zeigt sich der Tarif von seiner schwachen Seite. Zwar werden normale Zahnbehandlungen zu 100 Prozent übernommen, doch bei teureren Maßnahmen wie Implantaten greift der Versicherer rigoros ein. Pro Implantat werden maximal 1.250 Euro erstattet – ein Bruchteil der tatsächlichen Kosten, die oft bei 2.500 Euro oder mehr liegen. Dazu kommt eine Zahnstaffel, die im ersten Jahr nur 750 Euro und im zweiten Jahr 1.500 Euro erstattet. Das reicht nicht einmal für eine hochwertige Krone. Vollständiger Schutz besteht erst ab dem fünften Versicherungsjahr. Wer nicht lückenlos Prophylaxe-Nachweise führt – ja, es gibt noch ein altmodisches Stempelbuch – muss mit weiteren Kürzungen rechnen: Im dritten Jahr sinkt die Erstattung auf 80 Prozent, im vierten auf 75 Prozent.
Keine Kuren, keine Reha – wo bleibt das Premium-Versprechen?
Ein weiterer Kritikpunkt: Der als Premium beworbene Tarif deckt weder Kuren noch Rehabilitationsmaßnahmen ab. Für einen Tarif in dieser Preisklasse ist das schlicht inakzeptabel. Gerade bei chronischen Erkrankungen oder nach schweren Operationen sind solche Leistungen unverzichtbar.
Die SC3-Methode: Durchblick im Tarifdschungel
Um solche Fallstricke rechtzeitig zu erkennen, hat Becker die SC3-Methode entwickelt. Sie analysiert private Krankenversicherungen anhand von drei zentralen Kriterien:
  1. Rechtssicherheit der AVB: Sind die Vertragsbedingungen klar und verbraucherfreundlich formuliert?
  2. Finanzielle Stabilität: Wie solide steht der Versicherer da? Wie entwickeln sich die Finanzkennzahlen?
  3. Tarifsteuerung: Wie wurde der Tarif in der Vergangenheit gesteuert, und wie könnten sich die Beiträge künftig entwickeln?
Diese Analyse liefert ein transparentes Bild und hilft, individuelle Risiken besser einzuschätzen. Besonders bei komplexen Tarifen wie dem Signal Iduna Exklusiv Plus können so versteckte Schwachstellen aufgedeckt werden – etwa bei Psychotherapie, Heilmitteln oder Zahnersatz.
Fazit: Nicht abwarten, sondern prüfen
Die Signal Iduna steht mit ihrer Tarifreihe Exklusiv Plus vor massiven Problemen: geschlossener Tarif, steigende Beiträge, erhebliche Leistungslücken. Wer jetzt noch gesund ist und wechseln kann, sollte die Situation ernst nehmen und nicht einfach abwarten. Denn je länger du in einem geschlossenen Tarif bleibst, desto teurer und riskanter wird es. Dein Takeaway: Lass deinen Tarif professionell analysieren – etwa mit der SC3-Methode. So erkennst du rechtzeitig, ob du auf einem sinkenden Schiff sitzt oder ob dein Versicherungsschutz langfristig stabil bleibt. Eine fundierte Entscheidung heute kann dir in Zukunft viel Geld und Ärger ersparen. Schau dir deine Unterlagen an, prüf die Leistungen genau und hol dir bei Bedarf Expertenrat. Deine Gesundheit und dein Geldbeutel werden es dir danken.
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